„Messung gefährlicher Wirtschaftsungleichgewichte“ – neues Weltwährungssystem PB 2011
„Weltwirtschaftskrise 2007, Eurokrise 2009 haben Verantwortliche für Politik und Analyse aber auch Wirtschaftswissenschaftler zu ungewohnt klarer Selbstkritik mit Forderungen nach neuen Regeln und neuem Rahmenwerk veranlasst. „Die gängigen makroökonomischen
Modelle sind zu einem großen Teil verantwortlich für die Krise.“ [1]
Ein neues Weltwährungssystem müsste entwickelt und Wirtschaftsungleichgewichte beseitigt werden (Gipfeltreffen G20-Länder 2009) Eine neue Enquete-Kommission wurde vom Deutschen Bundestag eingesetzt, um einen neuen Fortschrittsindikator zu entwickeln. (23.11.2010 – Drucksache 17/3853). Nichts von dem ist geschehen. Warum?“ [2]
Globales Wirtschaften werde durch Währungsreserven, Staatsverschuldungen und Wechselkurse erheblich beeinflusst. Dadurch seien „gefährliche Wirtschaftsungleichgewichte“ entstanden. Zu diesem Verständnis haben sich die G-20-Staaten im November 2010 durchgerungen.
Das kann wohl als Verdienst der französischen Finanzministerin Christine Lagarde gesehen werden, die auch für ein neues Weltwährungssystem, so dass „Währungsreserven“ und „Wechselkurse“ das „globale Wirtschaften“ bestimmen.
Damit „Politik gegensteuern“ könne, sollen Anhand fünf Indikatoren diese Ungleichgewichte gemessen werden. „Reale Wechselkurse“ sei einer dieser fünf Indikatoren. Mit einem neuen Weltwährungssystem sollen „reale“ Währungsverhältnisse, also zum Beispiel das Verhältnis von Dollar zu Euro, von Euro zu Dollar, bestimmt werden. Zur Erarbeitung von Vorschlägen für dieses neue System haben die G-20-Staaten eine Arbeitsgruppe beauftragt.
Frankreich strebe einen Umbruch des Weltwährungssystems an: Die Regierung in Paris will die Zeit freier Wechselkurse beenden und plädiert zudem für einen flexibleren Euro-Rettungsschirm. strebt eine Revolution des Weltwährungssystems an. Nach den Plänen der Pariser Regierung sollen die Wechselkurse der wichtigsten Währungen nicht mehr allein durch Angebot und Nachfrage auf den internationalen Devisenmärkten bestimmt werden, sondern zumindest zum Teil staatlichen Vorgaben folgen.
Erarbeitet werden soll das neue System in der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20), deren Vorsitz Frankreich in diesem Jahr innehat. Lagardes Fokus auf das Weltwährungssystem ist nicht neu. Bereits im Jahr 2011 trieb sie als französische Wirtschafts- und Finanzministerin Pläne für ein neues Weltwährungssystem („Bretton Woods II“) voran.[3]
Die französische Finanzministerin Christine Lagarde zeigte sich in einem Interview des Nachrichtenmagazins Der Spiegel offen dafür, die Kursschwankungen an den Devisenmärkten staatlich zu begrenzen. „Jede Idee ist willkommen, auch Bandbreiten für Wechselkurse„[4]
(Hervorh. d. Verf.), In ihrem Spiegel-Interview vom 18.02.2011 zu einem neu zu schaffenden Weltwährungssystem (s. Wissenschaft/ Medien, Foren) hieß sie Vorschläge dazu willkommen. Das Internet-Portal der Französischen Regierung ermöglichte, u.a auch unter der Rubrik „Ideen vorschlagen“, auf das dort angebotene Feld eine E-Mail- Mitteilung an Regierungsvertreter zu senden. In dieses Feld habe ich meinen Vorschlag an Christine Lagarde am 18.02.2011 mit dem Betreff „Währungsordnung“ gesendet.
[1] (Nobelpreisträger mit Selbstzweifeln Handelsblatt-Online 25.08.2011.)
[2] Peter Blickensdörfer ESVG 2010 Ein System berechenbaren Missverstehens von Europa Deutscher Wissenschafts-Verlag 2019
[3] Pläne zum Weltwährungssystem Französische Revolution Süddeutsche Zeitung 13. Februar 2011
[4] Vorschlag an Christine Lagarde Ministère de L`Èconom des Finances et de L` Industrie. 18.02.2011 “
Sehr geehrte Frau Christine Lagarde, Ihrer Aufforderung folgend, Ideen zu einem neuen Weltwährungssystem einzureichen, unterbreite ich Ihnen nachstehenden Vorschlag für eine Veränderung des bestehenden Verständnisses von und des Handelns mit „Währung“. Mit dem bestehenden Verständnis kann keine „Währungsordnung“ geschaffen werden, die gegenüber der bisherigen als neu zu bezeichnen wäre. Mein Vorschlag ist:
Als Vorschlag habe ich den Text aus Kritik der Politischen Ökonomie/Währungsverhältnis (ohne Fußnoten) übernommen und darauf verwiesen, dass er daraus stammt, also unter www.erkenntniswiderspruch feststellbar ist.
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