Kritik der Politischen Ökonomie
Zum Verändern von Politik zur Beherrschung der Folgen von Krisen auf das Zusammenleben der Menschen
Krisen-Erscheinungen einerseits und die der Hilflosigkeit von Politik andererseits, Krisen-Folgen zu beherrschen, lassen immer mehr daran zweifeln, ob Politik überhaupt noch gut ist. In diesem Zweifeln kommt das herrschende Verständnis zum Ausdruck, ein besseres „politisches System“ als das gegenwärtige gebe es nicht. Doch mit Politik wurden und werden Interessen derjenigen vertreten, durchgesetzt, welche Politiker damit beauftragt haben. Hilflosigkeit ist da nicht feststellbar. Politik war bisher gut dafür, mit der Folge, dass Krisen immer mehr und global das Zusammenleben der Menschen gefährdet, Krisen-Folgen immer weniger beherrscht werden. Damit Politik für das Zusammenleben der Menschen gut ist, muss sie verändert werden.
Immer mehr Menschen und auch Politiker, welche sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, suchen nach Antworten auf die Frage, wie Politik zu verändern ist, was sie dafür tun müss(t)en. Zwar gibt es mannigfache Vorschläge dazu. Doch die veröffentlichten berücksichtigen die Ursache des Zustandes nicht beherrschter Krisen-Folgen deshalb nicht, weil sein Verstehen von einer Ideologie beherrscht wird, die den Erkenntnissen der Menschheit widerspricht. Wenn zum Beispiel ein Bedauern darüber veröffentlicht wird, dass der „G-20-Gipfel“ in Toronto nicht die Probleme der Finanzwirtschaft im Zusammenhang mit denen der Realwirtschaft diskutiert habe, weist das ja zwar auf die Existenz der Erkenntnis von diesem Zusammenhang hin aber eben auch darauf, dass Politik dieser Erkenntnis widerspricht.
Die Beantwortung der Frage, ob Politik überhaupt noch gut ist, was Politik zu leisten habe, erfordert also die Überwindung dieses Widerspruchs zu der Erkenntnis von der Ursache des Zustandes der Menschheit, vom Zusammenhang von Politik und Ökonomie. D.h.:
1. Politik ist nicht als etwas von Ökonomie Unabhängiges, als etwas Selbständiges zu verstehen, sondern Politik und Ökonomie als Einheit. Politische Ökonomie ist deren Bezeichnung und ist nicht eine politische, welche sich von einer nicht politischen Ökonomie unterscheidet;
2. Krise(n) sind als charakteristische Erscheinung einer permanenten Störung der Politischen Ökonomie zu verstehen und dass diese Störung mit dem gegenwärtigen herrschenden Verständnis von Politik und von Ökonomie nicht feststellbar ist und deshalb auch damit nicht festgestellt wird (werden darf). Das Verstehen dieser Störung ist aber Bedingung, Folgen von Krisen auf das Zusammenleben der Menschen beherrschen zu können. Ankündigungen der Politik, sie könne mit Regulierungen, Abgaben, Steuern, Überwachungen und Kontrollen Krisen künftig verhindern, sind öffentlich als politischer Betrug, allenfalls als naiv, zu bezeichnen;
3. Privatisierter Macht über Geldmengen ist als eine charakteristische Erscheinung der Ursache von Krisen zu verstehen und nicht ein Mangel an „Kontrolle der Geldmenge“.
5. Unabhängigkeit der Zentralbanken ist als Abhängigkeit der Politik von diesen zu verstehen;
6. Politik ist als Teil „kapitalistischer Wirtschaftskreisläufe“ zu verstehen, deren Globalisierung sie folgen muss und nicht der des Finanzkapitals.
7. Änderungen des Zusammenlebens der Menschen ist als eine durch die Globalisierung des „Kapitalismus“ bedingte zu verstehen.
Was Politik mit diesem veränderten Verständnis von Politischer Ökonomie leisten kann und in Auseinandersetzung mit dem gegensätzlichen Interesse zwischen Geldvermehrung einerseits und der Sicherung des Zusammenlebens andererseits leisten muss, um Krisenfolgen beherrschen zu können, den Änderungen „kapitalistischer Wirtschaftskreisläufe“ folgen zu können, bedingt sich wechselseitig. Eine Rangfolge gibt es dafür nicht.
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Die Globalisierung des“ Kapitalismus“ ist mit Daten von ihr zu erfassen und darzustellen, mit denen die Änderungen von „Wirtschaftskreisläufen“ der Länder und Ländergruppen als Teil globalisierender Politischer Ökonomie zu erkennen sind. Es sind also Daten, mit denen die Änderungen der Einheit von Politik und Ökonomie sowie ihres Veränderns in Ländern und Ländergruppen erfasst und dargestellt werden.
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Als Ergebnis des „Wirtschaftskreislaufs“ eines Zeitraums ist die gekaufte/ verkaufte Ware, also nicht deren „Produktion“, und der demografische Wandel zu erfassen und darzustellen. Es sind also einmal als Ware sämtliche gekauften/ verkauften „Güter und Leistungen“ des „Wirtschaftskreislaufes“, mit denen das Leben und das Zusammenleben der Menschen des Landes, oder der jeweiligen Ländergruppe, reproduziert wurde sowie zum anderen die Änderungen der Fertilität/ Geburtenrate und des Wanderungssaldos ihrer Bevölkerung. Dieses Ergebnis ist, um die (Änderungen der) Einheit von Politik und Ökonomie feststellen zu können, gegenüberzustellen einmal zu den (veränderten) Schulden des Landes, oder der jeweiligen Ländergruppe, als Schulden der Unternehmen und der der Menschen des Landes oder der jeweiligen Ländergruppe und zum anderen zum (veränderten)Eigentum von Unternehme(r)n und Nichtunternehme(r)n an Grund und Boden und an Unternehmen des Landes oder der jeweiligen Ländergruppe.
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Als Unternehme(r)n sind einmal die industriellen Unternehmen, die Grund und Boden-Unternehmen, deren Ware „Güter und Leistungen“ sind. Zum anderen die Handels-Unternehmen, einschließlich Finanzierungsunternehmen, sowie der „Staat“, seine Institutionen, deren Ware „Leistungen“ sind
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Als Kapital eines Landes, oder der jeweiligen Ländergruppe sind zu erfassen (zu verstehen) und darzustellen: a) alle Beteiligungen mit Geld von Unternehme(r)n und Nichtunternehmer(n) des Landes oder der jeweiligen Ländergruppe an Unternehmen als Miteigentümer dieser Unternehmen,
b) alle Ware, die von industriellen Unternehme(r)n sowie von Grund und Boden-Unternehme(r)n produktiv und von den andern Unternehme(r)n nicht produktiv konsumiert wurde, dafür gekauft wurde– „Produktionskapital“/ „Handelskapital“ -, c) alle Ware, welche den Verkauf von Ware gemäß b) bedingen- „Warenhandlungskapital“, „Geldhandlungskapital“.
Das Kapital, das der „Wirtschaftskreislauf“ bedingt, ist als „gesellschaftliches Gesamtkapital“ des Landes, oder der jeweiligen Ländergruppe zu verstehen. Es ist, wie es erscheint, als Geldkapital und als Warenkapital zu erfassen und darzustellen. Zum „Produktionskapital“ und „Handelskapital“ gehören auch die für „Produktion“ und „Handel“ notwendigen Arbeitskräfte. Geldware ist nicht als Kapital zu verstehen. Zur Kapitalreproduktion (zum „Wirtschaftskreislauf“) gehört also auch der Teil der Reproduktion der Arbeitskraft, mit der das für den Kauf der Ware Arbeitskraft von industriellen Unternehmen sowie Grund und Boden-Unternehmen eingesetzte (variable) Kapital um Profit erweitert reproduziert wird.
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Als notwendige Geldmenge ist die zu erfassen und darzustellen, welche der „Wirtschaftskreislauf“ bedingt(e). Diese notwendige Geldmenge – mit M1 bezeichnet -ist als kausaler Zusammenhang folgender Daten zu bestimmen:
$$\frac{\mathbf{Preissumme\ Pgekaufter/verkaufter\ Menge\ Ware\ W}}{\mathbf{Umschlagszahl\ Z}}\mathbf{\ = notwendige\ Geldmenge\ M1}$$
Oder: $\mathbf{\ }\frac{\sum_{\mathbf{i = 1}}^{\mathbf{n}}\mathbf{Pᵢ\ \times Wᵢ}}{\mathbf{Z}}\mathbf{\ = M1}$
Es ist der für einen Zeitraum festgestellte kausale Zusammenhang und damit die für diesen Zeitraum notwendige Geldmenge M1. Nicht zu berücksichtigen ist dabei die Geldmenge, welche nicht in diesem Zeitraum für den Kauf/ Verkauf von Ware benötigt wurde. Es ist die Geldmenge, welche aus dem Verkauf von Ware in vorangegangene Zeiträume resultiert und in diesem Zeitraum dafür nicht gebraucht wird, also für einen späteren Gebrauch gespart wird. Sie sei als gesparte Geldmenge MS bezeichnet. Die emittierte Geldmenge ME muss also als Summe von M1 und MS feststellbar sein. Nicht mehr und nicht weniger. Der genannte kausale Zusammenhang ist aber nur als Maßstab für eine Kontrolle der Geldmenge zu verstehen. Die Geldmenge wird anhand dieses Maßstabes kontrolliert und ggf. korrigiert durch die Emissionsbank (Zentralbank), die eine „staatliche Institution“ ist. Die Zentralbank erfüllt dann „unabhängig“ diese Aufgabe, wenn sie auf der Grundlage dieses kausalen Zusammenhanges die Geldmenge kontrolliert und ggf. korrigiert.
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Währungen
Das Währungsverhältnis ist auf der Grundlage der notwendigen Geldmengen (M1) der betreffenden Währungsländer oder – ländergruppen zu bestimmen. Mit Gleichsetzung der Umschlagszahl Z ist die Basis des Währungsverhältnisses mit dem Verhältnis der Quotienten von Summe der „Tauschwerte“ gekaufter/ verkaufter Ware (Warenmenge) zur Summe des erzielten Einkommens der Arbeitskräfte der betreffenden Währungsländer oder – ländergruppen zu bestimmen. Die so ermittelte Basis eines Währungsverhältnisses ist mit einem Quotienten zu korrigieren, der sich aus dem Verhältnis der gesparten Geldmenge MS zu den Schulden des „Staates“ MVS plus den Schulden der Bevölkerung MVI je betreffender Währungsländer oder – ländergruppen errechnet. Das so errechnet Währungsverhältnis berücksichtigt also sowohl die notwendige Geldmenge M1, die gesparte Geldmenge MS als auch die Geldmenge Schulden des „Staates“ und der Bevölkerung (MVS +MVI) der betreffenden Währungsländer oder – ländergruppen. Damit wird auch ein Zusammenhang zwischen dem Ergebnis ihrer „Wirtschaftskreisläufe“ und ihrem Vermögen und dem ihrer Bevölkerung, also der Zusammenhang zwischen den „Tauschwerten“ der Reproduktion des Lebens, des Zusammenlebens und dessen „Wert“ berücksichtigt.
Schulden der industriellen Unternehme(r)n, der Grund und Boden-Unternehme(r)n, Handels-Unternehme(r)n, einschließlich Finanzierungsunternehmen, werden sowohl bei der Bestimmung der notwendigen Geldmenge als auch bei der Bestimmung eines Währungsverhältnisses nicht berücksichtigt. Sie sind Schulden aus Beteiligungen an Unternehmen, Schulden gegenüber den Beteiligenden. Steuern sind Beteiligungen am Unternehmen „Staat“; Gebühren, Abgaben nicht. Geld, was für Beteiligungen bezahlt wurde, ist nicht gespartes. Die Beteiligung kann der Reproduktion des sich Beteiligenden dienen. Geld, was als Steuern dem „Staates“ bezahlt wurde, ist zwar ebenfalls nicht gespartes, doch dient es der Reproduktion des Zusammenlebens. Der „Staat“ beteiligt sich nicht an Unternehme(r)n.
Zusammenfassung: Die historisch gegenwärtigen Krisen sind also Erscheinungen resultierender Wirkungen globalisierender Ökonomie, welche die Politik beherrscht, die wiederum von privatisierter Macht über die Kontrolle der Geldmenge bestimmt wird. Politik beherrscht dadurch immer weniger das Zusammenleben der Menschen, dessen ökonomische Grundlage. Es ist die resultierende Wirkung der Globalisierung des „Kapitalismus“, der wiederum immer mehr vom Konkurrenzkampf privatisierter Mächte über Geldmengen, die sie als ihr Finanzkapital verstehen und bezeichnen, beherrscht wird. Dieser Konkurrenzkampf hat eine zerstörerische Globalisierung des “Kapitalismus“, diese Zerstörung des „Kapitalismus“, zur Folge.
Die resultierende Wirkung der Herrschaft des Finanzkapitals über die “kapitalistische“ Globalisierung ist mit dem genannten grundlegenden Verändern von Politik zurückzudrängen. Nur dann kann verhindert werden, dass die dadurch bedingte Zerstörung des“ Kapitalismus“ die Selbstzerstörung der Menschheit zur Folge haben wird. Dieses grundlegende Verändern bedingt die genannte Veränderung des (herrschenden) Verständnisses von Politischer Ökonomie, die durch diejenigen zu leisten ist, welche politische Macht übertragen bekommen (haben).
Sie kann damit beginnen, die Politische Ökonomie des „Kapitalismus“ so zu erfassen und darzustellen, dass die ökonomischen Gesetze seiner historischen Änderung verstanden werden können. Nur damit kann Politik Ökonomie verstehen und beeinflussen. Deshalb muss erstens auch das, was gegenwärtig mit den weltweit geltenden Regeln in SNA/ ESVG dazu an Daten erfasst, aufbereitet und mit diesen Daten und dem dazu jeweils definierten Verständnis für „Analyse und Politik“ dargestellt wird, dort verändert werden.(s.a. „Kritik der ESVG 95“) Mit diesen Daten und ihrem veränderten Definitionen müssen zweitens, kausale Zusammenhänge der „Wirtschaftskreisläufe“ dargestellt und analysiert werden, um die Ursachen und mögliche Folgen ihrer Störungen erkennen zu können. Mit diesen Erkenntnissen muss Politik drittens, den Änderungen der „Wirtschaftskreisläufe“ mit einem Verändern des „Ordnens“ des Zusammenlebens der Menschen folgen. Nur so ist es möglich, Folgen der Krisen des globalisierenden „Kapitalismus“ beherrschen zu können. Jeder muss sich vom herrschenden Verständnis befreien, Krisen des „Kapitalismus“ könnten durch dessen Transformation (Kapitalismus 3.0 – P. Barnes) oder durch mehr Kontrollen, Regulierungen, Transparenz, verhindert werden. Auf die Frage, ob das als notwendiges Verändern von Politik Genannte bedeute, die bisherige grundsätzlich umstellen zu müssen, kann die Antwort nur lauten: Ja! Das genannte notwendige Verändern ist gleichsam ein Überwinden des Erkenntnis-Widerspruchs des herrschenden Verständnisses, es gebe zum Gegenwärtigen keine Alternative.
Link 1 Zu Störungen der Politischen Ökonomie
Politik bezeichnet eine Gesamtheit von Tätigkeiten des „Ordnens“ der Tätigkeiten, Mittel und Bedingungen, mit denen das Zusammenleben einer Gemeinschaft von Gesellschaften, dessen Reproduktion, gegenwärtig gesichert wird und künftig gesichert werden soll. Es sind die Tätigkeiten der von Verfügungsmächtigen der Gesellschaften Beauftragten, welche dafür von Verfügungsmächtigen Verfügungsmacht über Mittel und Bedingungen (zeitweilig) übertragen bekommen. Politik ist abhängig von der Reproduktion der Mittel und Bedingungen des Lebens, des Zusammenlebens, die auch als Ökonomie verstanden und bezeichnet wird, und ist abhängig vom herrschenden Verständnis dazu. Ökonomie bezeichnet also die Gesamtheit aller Tätigkeiten, Mittel und Bedingungen, mit denen die Reproduktion des Lebens, des Zusammenlebens gesichert wird und damit auch die der Tätigkeiten, Mittel und Bedingungen, mit denen deren Reproduktion „geordnet“ wird. Politik und Ökonomie bilden diese Einheit. Das soll mit der Bezeichnung Politischer Ökonomie zum Ausdruck kommen.
Die Störung dieser Einheit ist feststellbar in mannigfach erscheinenden Gegensätzen zwischen Gesellschaften einer Gemeinschaft und zwischen Gemeinschaften, welche immer größer geworden sind und werden, so dass ihr Zusammenleben gestört, deren Reproduktion nicht mehr sicher ist. Gesellschaftliche Verhältnisse geraten immer mehr in einen Gegensatz zur Art und Weise der Reproduktion, was bedingte Änderungen von Gemeinschaften zur Folge hat und haben wird. Politik erscheint nicht nur immer weniger als Bestandteil von Politischer Ökonomie. Das herrschende Verständnis erklärt zwar Politik als davon unabhängig. Lediglich bestimmte Krisenfolgen und deren (scheinbare) Ursache, wie zum Beispiel den Finanz- Markt, habe Politik nicht beherrscht. Was mit diesem herrschenden Verständnis zum Ausdruck kommt, ist sein Widerspruch zu den Erkenntnissen der Politischen Ökonomie. Folge dieses Widerspruchs ist hilfloses Reagieren der Politik auf die das Zusammenleben gefährdenden Krisenfolgen.
Politik müsse mit „Finanztransaktionssteuer“, Finanzaktivitätssteuer“, „Finanzstabilitätsabgabe“, „Bankenregulierung“, „Finanzmarktregulierung“, „Bankenabgabe“, „Verbot von Leerkäufen“ und anderem mehr regulierend eingreifen. Doch damit werden weder solche Krisen verhindert noch eine Einheit von Politik und Ökonomie erreicht. Denn das diese Einheit widersprechende herrschende Verständnis ist ideologisch geprägt: Politik müsse Rahmenbedingungen schaffen für einen freien Markt. Rahmenbedingungen gewährleisteten einerseits, dass durch den freien Markt öffentlicher Wohlstand gesichert wird, aber andererseits auch, dass Exzesse des freien Marktes verhindert werden. Allenfalls müssten Rahmenbedingungen reformiert werden. Im Übrigen sei „klar, welche fünf Reformen dringend notwendig sind, um künftig Krisen zu vermeiden“.
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Bändigt die Banken!
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Mehr Eigenkapital!
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Einen TÜV für Finanzprodukte!
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Bewacht die Hedgefonds!
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Kontrolliert die Rating-Agenturen!“ (auch im DER SPIEGEL 25/2010)
Doch wenn damit künftig Krisen verhindert werden könnten, wären also ungebändigte Banken, zu geringes Eigenkapital, fehlender TÜV für Finanzprodukte, unbewachte Hedgefonds und unkontrollierte Rating-Agenturen die maßgeblichen Ursachen von Krisen. Weil es aber solche Krisen schon seit Jahrhunderten gibt, bleibt dann bereits die Frage unbeantwortet, warum bisher alle Reformen zu ihrer Verhinderung nicht durchgeführt oder mit ihnen Krisen nicht verhindert wurden. Dass diese Frage öffentlich nicht gestellt, geschweige denn beantwortet wird, ist bedingt durch die das herrschenden Verständnis prägende Ideologie von dem jetzigen politischen System, der bestehenden Staatsformen, mit denen zwar Krisen nicht verhindert werden, aber zu denen es keine Alternative gebe. Es ist die Ideologie von Politik und von Ökonomie, vom angeblichen Primat der Politik und von einer Freiheit des Marktes. Der immer deutlicher feststellbare Gegensatz zwischen dieser Ideologie und der tatsächlichen Politischen Ökonomie kommt auch in veröffentlichten Feststellungen und Fragen zum Ausdruck: „Hat die Welt etwas gelernt aus der Finanzkrise? Sind sich Regierungen, Banker und Unternehmer einig über die Ursachen sowie über Ziele und Mittel, um eine Wiederholung zu verhindern? Knapp drei Jahre, nachdem das Desaster mit dem Zusammenbruch des Hypothekenmarkts in den USA begann, ist die Antwort klar und einfach: nein. Jedenfalls nicht genug.
Weder ist eine umfassende globale Regulierung des Finanzsektors in Sicht. Noch ist ein substantieller Abbau der finanziellen Ungleichgewichte in Gang gekommen. Noch ist ein Ausstieg aus der Politik des sehr leichten Geldes in Sicht. Noch ist die Bubble-Ökonomie der vergangenen anderthalb Jahrzehnte beendet worden. Noch gibt es eine Neuorientierung der globalen Währungspolitik. Die Welt macht weiter wie bisher. Deshalb ist diese Krise längst nicht beendet. Im Gegenteil: In der bisherigen Krisenbekämpfung steckt bereits der Kern für die nächsten, womöglich noch viel zerstörerischeren Verwerfungen.“ (Spiegel Online 28.06.2010 zum Ergebnis des G 20-Gipfel 27.06.2010) Eine gravierende, nicht aufhaltbare Störung der Politischen Ökonomie des Kapitalismus ist die Auflösung von Ländern, welche sich nicht mehr auf einen (ihren) „Wirtschaftskreislauf“ gründen (können). Die um Profit erweiterte Reproduktion ihres „gesellschaftlichen Gesamtkapitals“ sprengt diesen „Wirtschaftskreislauf“, er wird Teil eines größeren. Die Länder, ihre Erscheinungen, und historisch später diese selbst, verlieren ihr charakteristisches Merkmal, dass ihr „Staat“ nicht mehr (nur) die Beauftragten von verfügungsmächtigen Inländern sind. Größere „Wirtschaftskreisläufe“ bedingen den Zusammenschluss dieser Länder zu größeren Einheiten. Scheinbar kommt das in der Forderung nach „geordneten Staatsinsolvenzen“ zum Ausdruck (DER SPIEGEL Nr. 28/12.07.10). Also ein „Insolvenzverfahren für Staaten“, damit ein „Pleite-Land künftig saniert werden kann“. Aber scheinbar nicht nur deshalb, dass dabei nicht zwischen Land und „Staat“ unterschieden wird. Im Insolvenzfall soll einerseits die „Regierung des betreffenden Landes . . . nicht mehr uneingeschränkt über die Staatskasse verfügen“ dürfen, doch andererseits sollen fremde Verfügungsberechtigte die „Vermögensinteressen des Pleite-Staates wahren“. Die Forderung nach „geordneten Staatsinsolvenzen“ ist offensichtlich erzwungen durch resultierende Wirkungen veränderter „Wirtschaftskreisläufe“, von Störungen der Politischen Ökonomie dieser Länder. Dass ein Land „seine Schulden nicht mehr bedienen kann“, ist also nicht Folge hilfloser oder falscher Politik des betreffenden Landes, sondern Folge-Erscheinung einer Störung seiner Politischen Ökonomie, wie die des Gegensatzes zwischen dem „Rechts-Pleite-Staat“ und den resultierenden Wirkungen veränderte „Wirtschaftskreisläufe“. Dieser Gegensatz kann also nicht Folge einer Beauftragung des „Souveräns“ an den „Staat“ sein, Schulden in einem Ausmaß zu machen und dafür mit dem „Souverän“ zu bürgen, die Schulden notfalls mit dem Verkauf der „Souveränität“ zu tilgen. Nicht das Land ist verschuldet, sondern der „Staat“, der deshalb mit einer geordneten Insolvenz aufzulösen ist. (s.a. Link 2)
Ende Link 1
Link 2 Zu Störungen der Einheit von Politik und Geld
Die Störung der Einheit von Politik und Geld hat mannigfache Erscheinungen. Eine charakteristische sind die „Staatsverschuldungen“. Eine feststellbare historisch permanente Erscheinung einer
Politischer Ökonomie, deren charakteristisches Merkmal immer mehr durch Geld, durch immer mehr Geld bestimmt wurde und wird.
Nathan Mayer Rothschild (1777-1836): „Mir ist es egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitzt und ein Imperium regiert, wo die Sonne nie untergeht. Der Mann, der die Geldmenge Britanniens kontrolliert, kontrolliert das Britische Imperium, und ich bin der Mann, der die Geldmenge Britanniens kontrolliert.”
Es ist die Politische Ökonomie, welche als „Kapitalismus“ verstanden und bezeichnet wird. Sie bedingt einerseits die Übertragung von Macht auf Beauftragte von Verfügungsmächtigen (auf den von ihnen gewählte „Staat“) und andererseits die Beschränkung der Befugnis des „Staates“ über die Geldmenge, die Wahrung der Macht Verfügungsmächtiger (Finanzkapitalisten) darüber.
Carroll Quigley (1910-1977): „Die Befugnisse des Finanzkapitalismus hatte ein anderes, weit reichendes Ziel, nichts weniger als ein Weltsystem der Finanzkontrolle in privaten Händen zu schaffen, um das politische System in jedem Land und die Wirtschaft in der Welt als Ganzes zu beherrschen. Dieses System muss auf feudalistische Art von den Zentralbanken der Welt kontrolliert werden, gemeinsam, durch geheime Vereinbarungen, die in regelmäßigen Sitzungen und Konferenzen erreicht worden sind. Spitze des Systems wäre die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, Schweiz, eine private Bank im Besitz der Zentralbanken der Welt. „Der Schlüssel zu ihrem Erfolg, sagte Quigley, war, dass die internationalen Banken das Geldsystem einer Nation kontrollieren und manipulieren und diesem den Anschein geben wollten, das es von der Regierung kontrolliert werde.
Auf dem G20-Gipfel am 2. April 2009 gab Gordon Brown, damals Premier von Großbritannien, eine Neue Weltordnung bekannt. Diese Weltordnung soll durch die Kontrolle der Geldmenge der Welt gelenkt werden. Dass Geldmenge kontrolliert werden muss, für dieses Verständnis bedurfte es früher und auch heute nicht der Krisen. Freilich setzt(e) dieses Verständnis die Erkenntnis voraus, was mit Geld in welchen Zusammenhang und worauf Geldmenge wirkt und was als Kontrolle der Geldmenge verstanden und bezeichnet wird. Denn es geht nicht um eine Geldmenge „an sich“ und auch nicht um deren Kontrolle „an sich“. Es ist die Geldmenge, die durch den „Wirtschaftskreislauf“ bedingt ist, der durch Geld vermittelt wird. Geldmenge nun kontrollieren zu müssen, dieser Forderung liegt scheinbar ein neues Verständnis davon zugrunde. Scheinbar deshalb (neu), weil, so die Begründung des herrschenden Verständnisses, die Geldmenge bisher unzureichend kontrolliert worden sei. Eine Kontrolle der von Politik unabhängigen Zentralbank(en)? Denn die Geldmenge werde doch durch die Zentralbank(en) kontrolliert, und die Geldmenge sei auch bei einer „Inflationsrate von 2%“ als kontrolliert zu verstehen. Weil aber nun dieses Verständnis (auch) eine „Inflationsrate von 4% oder mehr“ dann für notwendig erklärt, wenn damit die „Wirtschaft“ wachsen könne, kann die Feststellung von einer (bisher) unzureichend kontrollierten Geldmenge beliebig oder als Ausdruck eines gestörten Zusammenhanges von „Wirtschaftswachstum“ und „Preisstabilität“ verstanden werden. In den mannigfachen Erscheinungen des gestörten Zusammenhanges von Politik und Ökonomie kommen nicht nur die Folgen der Krise und das Reagieren der Politik darauf zum Ausdruck. Politik reagiert mit dem herrschenden Verständnis von Politik und Ökonomie, das in den weltweit geltenden Regeln des „Systems of National Accounts“ (SNA) und für Europa in dem „Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 1995“ (ESVG) sowie mit darin enthaltenen Definitionen zu Wirtschaft feststellbar ist (siehe „Zu den Grundsätzen und der Methode des ESVG“). Die danach zu erfassenden und darzustellenden definierten Daten seien Informationen zur „Volkswirtschaft“, zu deren Ergebnissen, wie diese zu „bewerten„ sind. Sie seien somit „Instrumentarien für Analyse und Politik“. Doch „Politik und Analysen“ mit diesen Instrumentarien haben nicht verhindert, dass die Krisen „überraschend“, „nicht voraussehbar“ zur Wirkung gekommen sind. Haben die weltweit geltenden Regeln und Definitionen zu „Wirtschaft“ zum Beispiel eine Kontrolle der Geldmenge nicht ermöglicht? Das „Vokabular“ der weltweit geltenden Regeln für die Darstellung und Analyse der „Wirtschaft“ ist mit einem dafür ungeeigneten herrschenden Verständnis besetzt, und es wird von Politik in einem dafür ungeeigneten Zusammenhang verwendet. Deshalb kann auch festgestellt werden, dass das herrschende Verständnis von einer Kontrolle der Geldmenge unzureichend nicht nur war, sondern auch noch ist. Denn, warum die Geldmenge von wem unzureichend kontrolliert wurde, warum Politik die (Finanz-)Märkte nicht (mehr) beherrscht, warum dieser Zusammenhang von „Wirtschaftswachstum“ und „Preisstabilität“ gestört werden konnte, gestört ist, diese Fragen bleiben unbeantwortet. Wenn das, was bisher zu Obamas Finanzreform veröffentlicht wurde (SPIEGEL ONLINE 15.07.2010), ihr wesentlicher Inhalt ist, dann ist sie einmal ein Versprechen zu kontrollieren und zu regulieren, und zum anderen, dass die Banken einen Sicherungsfonds anlegen müssen, mit dem „angeschlagene Banken“ geordnet abgewickelt werden sollen. Bemerkenswert ist aber, das in dieser Reform zum Ausdruck kommende Verständnis von einer „Geldindustrie“, also einer „Industrie“, welche Geld als Ware (Geldware)produziert und verkauft, und dieses Verständnis dazu sich nicht auf Kredite beschränkt. Freilich, nicht verstanden bzw. ignoriert wurde damit die Erkenntnis, dass die resultierenden Wirkungen des „Produzierens und Verkaufens“ von Geldware Ursache für sich wiederholenden Wirtschaftskrisen sind, die also die charakteristische Erscheinung der Politischen Ökonomie des „Kapitalismus“ sind. Übrigens: die Forderung, „Risiken für das Finanzsystem frühzeitig (zu) erkennen“, sollte zumindest die einschließen nach einer Veränderung von Definitionen zu Daten „Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung“, zu deren Erfassung und Aufbereitung für „Politik und Analyse“.
Ende Link 2
Link 3 Zu „Wirtschaftskreislauf“
Es sind die Mittel und Bedingungen (als Ware) für die individuelle Konsumtion, für die „gesellschaftliche“ Konsumtion und für die produktive Konsumtion, die wiederum als produzierte Güter und erbrachte Leistungen gekauft/ verkauft wurden. Es ist also die Ware der Unternehmen, deren Tätigkeit den „Wirtschaftskreislauf“ bildet und aufrechterhält. Zu ihnen gehört also auch der „Staat“, seine Institutionen, dessen Tätigkeit das Zusammenleben „ordnet“, sichert, Mittel und Bedingungen dafür einsetzt. Ebenso dazu gehören Handelsunternehmen, einschließlich Finanzierungsunternehmen, deren Ware aber nicht „Produkte“, sondern Leistungen sind. Das Ergebnis des „Wirtschaftens“, der „Wirtschaft“, der „Wert des jährlichen gekauften/verkauften Warenprodukts“, ist als deren „Rohertrag oder Rohprodukt“ zu verstehen und zu bezeichnen. Es ist also das Warenprodukt, mit dem alles das reproduziert wurde (werden kann), mit dem dieses Warenprodukt produziert, gekauft/ verkauft wurde (werden kann). Es ist also das Warenprodukt, mit dem das „gesellschaftliche Gesamtkapital“ um Profit erweitert reproduziert wurde, mit dem dieses Warenprodukt produziert, gekauft/ verkauft wurde. Leistungen des „Staates“, seiner Institutionen, werden individuell und von Unternehmen und von der „Gesellschaft „insgesamt konsumiert. Dieses Leisten und Konsumieren ist als Teil des „Wirtschaftskreislaufs“ zu verstehen. Die Leistungen des „Staates“ werden als Ware gegen Gebühren, Abgaben, Steuern verkauft, wie die für das Leisten des „Staates“ notwendigen Arbeitskräfte als Ware gekauft werden. Für seine Leistungen konsumiert der „Staat“ „produktiv“ die Ware Arbeitskraft, Güter, produktive und nicht produktive Leistungen. Leistungen des „Staates“ sind wie alle anderen produzierten Güter und Leistungen Mittel und Bedingungen der Reproduktion des Lebens, des Zusammenlebens. Das Leisten und Produzieren dafür wird als Arbeit verstanden. Das Leisten und Produzieren ist die Erscheinung verausgabter Arbeitskraft. Das Geleistete, das Produzierte ist deren Ergebnis. Die Reproduktion des Lebens, des Zusammenlebens bedingt also die Reproduktion der Arbeitskraft. Die Arbeitskraft wird also mit der Ware reproduziert, welche mit der Ware Arbeitskraft „produziert“ wurde. Die Reproduktion der Ware Arbeitskraft erfordert aber nicht nur die Reproduktion der Lebensenergie des Menschen, der seine Arbeitskraft verausgabt. Die Lebensenergie seiner Gesellschaft muss dafür (mit) reproduziert werden, die Lebensenergie der Gemeinschaft von Gesellschaften, deren Reproduktion an einen bestimmten Teil der Erde gebunden ist, muss reproduziert werden. Darin besteht das charakteristische Merkmal des „Wirtschaftskreislaufs“. Es ist nur dessen zeitliche Abgrenzung, wodurch der „Wirtschaftskreislauf“ für einen bestimmten Zeitraum, die Reproduktion des Lebens, des Zusammenlebens, als unterteilt erscheint. Die für die „Produktion“ des Zeitraumes notwendige und in vorangegangenen Zeiträumen produzierte Ware erscheint als Material, als Maschine oder Anlage usw., weshalb diese auch als „Vorleistung“ verstanden und bezeichnet wird. Doch auch sie ist nur Ergebnis verausgabter Arbeitskraft und auch sie dient letztlich nur der Reproduktion der Arbeitskraft. Arbeitskraft muss also verausgabt werden für die Reproduktion jeder Gesellschaft (für das Leben und Zusammenleben ihrer Individuen) und für die Gemeinschaft von Gesellschaften (für deren Zusammenleben). Berechnungen ergeben ca. 17 % Anteil je verausgabter Arbeitskraft für die Gesellschaft, also in etwa eine Verteilung nach dem Pareto-Prinzip von 20 für die Gemeinschaft zu 80 für die Gesellschaften (20 für eine Gesellschaft zu 80 für das seine Arbeitskraft verausgabende Individuum der Gesellschaft).Eine anwendbare Grundlage zur entsprechenden Bestimmung des Anteils der zu verausgabenden Arbeitskraft einer Gemeinschaft von Gesellschaften für deren Unternehmen „Staat“. Im weiteren zur Unterscheidung der im „Wirtschaftskreislauf“ „wirtschaftenden“ Unternehme(r)n : industrielle Unternehme(r)n, Grund- und Boden-Unternehme(r)n, Handelsunternehme(r)n, „Staat“. Für die Ware Arbeitskraft kann als für deren verausgabte, zu reproduzierende Menge ihr „Tauschwert“ verstanden werden, der sich gewöhnlich im monatlichen Einkommen ausdrücken lässt. Für die als Einkommen bezeichnete Geldmenge kann also dann eine Umschlagszahl Z gleich 12/2 feststellbar sein, weil ca. die Hälfte dieser Geldmenge dann nicht monatlich zum Kauf von Ware verausgabt werden dürfte, wenn eine die Lebensreproduktion bedingende Vorsorge finanziell gesichert wird, dafür gespart werden muss. Wird weniger gespart, ist die Vorsorge entsprechend nur anteilig gesichert.
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Link 4 Zu Kontrolle der Geldmenge
Aus der (inzwischen) trivialen Erkenntnis, dass in der „Geldwirtschaft“ Geld das allgemeine Äquivalent aller Ware ist, den Tausch (Kauf/Verkauf) von Ware vermittelt, konnten schon die Klassiker auch logisch folgern, welche Geldmenge dieser Tausch bedingt, dass der Kauf/Verkauf von Ware eine Geldmenge bedingt. Sie haben einen Zusammenhang zwischen Preissumme aller in der Zirkulation befindlichen Ware (Warenmenge), der Menge gleicher Geldeinheiten, die, unter Berücksichtigung ihrer Umschlagszahl, für deren Tausch (Kauf/Verkauf) benötigt wird, schlussfolgern können. Dieser Zusammenhang bedingt die Geldmenge, bedingt die Größe der Geldmenge. Nicht mehr und nicht weniger! Dieser Zusammenhang besteht, ob die Geldmenge kontrolliert wird oder nicht Zwar kommt scheinbar diese Erkenntnis im herrschenden Verständnis von einer „Quantitätsgleichung“ („Verkehrsgleichung“) zum Ausdruck: „Die Quantitätsgleichung, auch als Verkehrsgleichung bezeichnet, besagt, dass das Produkt aus Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit gleich dem Produkt aus Handelsvolumen und Preisniveau ist. Diese Identität ist eine Tautologie, denn sie beschreibt nur die Tatsache, dass alle Käufe zugleich Verkäufe sind.“ Sie als Tautologie zu bezeichnen, rührt aus einem Unverständnis dieses Zusammenhanges her. Denn weder besteht zwischen den diesem Zusammenhang bildenden Größen („Quantitäten“) völlige Übereinstimmung („Identität“) noch begründet die „Quantitätsgleichung“ weder diesen Zusammenhang, sondern mit ihr wird ein Zusammenhang ausgedrückt, noch sind ihre „Quantitäten“ unabhängige Variable. Spätestens dann, wenn einerseits „zu viel Geld im Umlauf“ aber andererseits nicht eine entsprechend Veränderung der „Inflationsrate“ festgestellt wird, kommt das Unverständnis von diesem Zusammenhang zum Ausdruck.
Schlussfolgerung: Folgen von Krisen sind politisch beherrschbar, wenn der Erkenntnis von ihren Ursachen nicht widersprochen wird, wenn Politik regelmäßig Störungen des „Wirtschaftskreislaufs“ und deren Ursachen erfasst, analysiert, um rechtzeitig „gegenzusteuern“. Die „Kontrolle der Geldmenge“ ist eine wichtige Tätigkeit dafür. Sie ist aber keine Kontrolle „an sich“, keine Menge Geld „an sich“, die zu kontrollieren ist, und auch kein Geld „an sich“, das „zu viel umläuft“. Diese Tätigkeit einer „Kontrolle der Geldmenge“ ist mit der Erkenntnis vom charakteristischen Merkmal des „Wirtschaftskreislaufs“ zu verbinden.
Der „Wirtschaftskreislauf“ wird, ist gestört, wenn produzierte Ware nicht mehr an diejenigen verkauft werden kann, für deren Konsumtion sie produziert worden ist. Es ist also die Ware, die dann aus dem „Wirtschaftskreislauf“ „rausfällt“. Für deren Kauf/ Verkauf wird keine entsprechende Geldmenge benötigt. Der Zusammenhang zwischen Preissumme aller in der Zirkulation befindlichen Ware, der Menge gleicher Geldeinheiten und deren Umschlagszahl für Kauf/ Verkauf ist unverändert feststellbar. Feststellbar damit auch, dass weder „zu viel“ noch zu wenig „Geld im Umlauf ist“. Die Ursache dieser Störung des „Wirtschaftskreislaufs“ ist also nicht, dass „zu viel Geld im Umlauf“ ist. Das gilt allgemein!
Schlussfolgerung: Für eine Analyse, mit der die Ursache dieser Störung festgestellt werden kann, sind Daten vom Zusammenhang (und dessen zeitlicher Veränderung) emittierter Geldmenge und der durch den “Wirtschaftskreislauf“ bedingten Geldmenge zu erfassen und aufzubereiten. Maßgebliche Daten dafür sind also nicht Daten des Produzierten („BIP“), sondern die der verkauften/gekauften Ware für individuelle und /oder produktive Konsumtion.
„Zu viel Geld im Umlauf“ kann also nur dann in einem Zusammenhang, was der „Wirtschaftskreislauf“ bedingt bzw. nicht bedingt, als Zustand festgestellt werden, wenn solche Ware sich in der Zirkulation befindet, welche zwar weder individuelle noch produktiv konsumiert wird oder werden kann, aber trotzdem gekauft/ verkauft wird. „Zu viel Geld ist im Umlauf“, wenn die im Umlauf befindliche Geldmenge nicht durch den „Wirtschaftskreislauf“ bedingt ist. Es ist einmal Ware, welche für individuelle oder produktive Konsumtion „zu viel“ produziert wurde. Sie kann dafür nicht (mehr) gebraucht werden oder es besteht kein Bedarf für sie. Die für ihre Produktion verausgabte (eingesetzte) notwendige Geldmenge fällt zwar ebenso wie die nicht verkaufbare Ware aus dem „Wirtschaftskreislauf“ raus, so dass kein „zu viel Geld im Umlauf“ feststellbar ist. Und doch wird der „Wirtschaftskreislauf“ gestört, gerät ins Stocken. Die vorgeschossene (verausgabte) Geldmenge für die nicht verkaufbare Ware fließt nicht zurück. Es wurde zu viel produziert, zu viel Geld für ihre Produktion verausgabt. Es wird deshalb immer weniger produziert. Das „Wirtschaftswachstum“ stagniert, was als „Wirtschaftskrise“ verstanden und bezeichnet wird. Die Folge ist ein wachsender Bedarf an der „Bereitstellung von Geldmitteln“ zum Ausgleich der nicht zurückfließenden Geldmenge, zur Tilgung der für diese Produktion aufgenommenen Geldschulden. Doch weil immer weniger produziert wird, immer weniger mehr Geld realisiert werden kann, stockt die „Bereitstellung von Geldmitteln“, was als „Finanzkrise“, als „Kreditklemme“ verstanden und bezeichnet wird. Aber Geld fehlt deshalb nicht im „Wirtschaftskreislauf“. Das nicht zurückfließende Geld ist nicht „verbrannt“ worden. Geld ist weder zu viel noch zu wenig im Umlauf. Es fehlt an Bedarf nach Geld, mit dem individuell oder produktiv konsumierbare Ware bedarfsgerecht produziert und deshalb mit deren Verkauf mehr Geld realisieren werden kann. Andererseits wächst dadurch der Bedarf nach Käufern für jene Ware, die Geldware (Finanzprodukte), die nicht mehr gebraucht werden kann, weil deren Gebrauch immer weniger verkaufbar wird und ihr gekaufter Gebrauch nicht mehr bezahlt werden kann, deren Wert deshalb verloren geht. All ihre Besitzer wollen sie nun „losschlagen“, wollen die Geldware gegen „richtiges Geld“ tauschen, wollen ihren Wert-Verlust ersetzt bekommen. Es sind jene, und auch Banken, Versicherungen, Fonds, Börsen – deren „Eigentümer“ -, die im Auftrag der Besitzer von Finanzprodukten, diese Finanzprodukte oder deren Gebrauch weiterverkauft haben. Sie fordern nun vom „Staat“, also von denen, die sie mit Kontrollen, Regulierungen, Gesetzgebungen beauftragt haben, die Verluste auszugleichen, und zwar auch in deren Interesse. „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“! Ausgleich mittels „Bankenrettungsplan“, „Konjunkturprogramm“, „Eurorettungsfonds“ usw.: „zulasten der Steuerzahler“. Das dadurch entstehende Überangebot von Geldware senkt aber nicht nur deren Verkaufspreis, was als Vernichtung von Werten verstanden und bezeichnet wird. Der ursprüngliche Vorteil, mit der Produktion und dem Verkauf von Geldware schnell und nicht (nur) mit dem Verkauf ihres Gebrauchs über den „Wirtschaftskreislauf“ mehr Geld realisieren zu können, dieser „Gebrauchswert“ der Geldware geht verloren und damit deren Wert. Es ist zu „viel Geldware im Umlauf“. Sie ist nicht (mehr) durch den „Wirtschaftskreislauf“ bedingt. Wegen dieser Geldware und für diese ist zu viel Geld im Umlauf. Mit dem Überangebot an Geldware soll die Konjunktur angekurbelt werden, für ein Wachstum der Wirtschaft genutzt werden. Also, trotz (nicht verkaufbarer) Überproduktion, noch mehr produzieren! Doch damit wird nur die nächste, größere „Wirtschaftskrise“ eingeleitet. In diesen Krisen erscheinen die Folgen des Widerspruchs des herrschenden Verständnisses zu den Erkenntnissen, was mit Geld in welchen Zusammenhang, und worauf Geldmenge wirkt, zu verstehen und zu bezeichnen ist: Geld trägt nicht Zins an sich; Geld ist nicht gleich Kapital; Geld ist nicht gleich Wert; Geldware ist nicht gleich die Ware Geld. Geldmenge von denen kontrollieren lassen zu wollen, welche durch den Verkauf, auch selbst „produzierter“, Geldware mehr Geld realisieren (wollen), den Käufern ihrer Geldware diese als Kapital zu bezeichnen, ob damit individuell oder produktiv konsumierbare, also dafür verkaufbare Ware produziert werden kann oder nicht, ist deshalb das gleiche wie wenn man einen Einbrecher mit der Kontrolle der Einbruchsicherung beauftragte.
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Link 5 Zu Währungsverhältnisse
Die Bedeutung der Bestimmung des Verhältnisses unterschiedlicher Währungen und dass dieses Verhältnis nicht durch den Währungs-Markt („Devisenmarkt“)bestimmt werden kann, kommt nicht nur im angesagten“ Kampf gegen die Währungsspekulanten“ zum Ausdruck. Der Bestimmung von Währungsverhältnissen durch den Markt wird nicht mehr vertraut. Wie sonst die jüngste Forderung des US-Finanzministers Geithner an die chinesische Regierung, ihre Währung aufzuwerten? Der Markt richtet das scheinbar nicht. Nur scheinbar deshalb, weil die Teilnehmer am Tausch von Geldware in diesem Markt sich ebenso verhalten wie die Markt-Teilnehmer am Tausch jeder anderen Ware. Jeder bestimmt den von ihm zu zahlenden Preis, für die Ware, welche er kaufen will, die er gegen seine Ware tauschen will. Das gilt für Güter und Leistungen und ebenso für Geldware in der Erscheinung Währung. Die Bestimmung eines Währungsverhältnisses erfolgt dann in Auseinandersetzung entgegengesetzter Interessen, wenn Export und Import nicht Folge einer „wertgleichen“ Arbeitsteilung zwischen Währungsländer ist, wenn die jeweils exportierten/ importierten Güter und Leistungen nur scheinbar Teil ihrer „Wirtschaftskreisläufe“ deshalb sind, weil die Export/ Import vermittelnden Währungsgeldmengen nicht zur notwendigen Geldmenge gehören. Je größer das Interesse an Kauf/ Verkauf von Geldware ist und damit gebündelte Interessen Macht zu deren Durchsetzung erlangen, umso mehr wird das Währungsverhältnis, die Währungsverhältnisse davon bestimmt. Geldware muss deshalb aus der Bestimmung des Währungsverhältnisses „hinausgedrängt“ werden. Bei der Bestimmung eines Währungsverhältnisses muss es also um die Beantwortung der Frage gehen, wie viel „Wert“ hat die eine Währung gegenüber einer anderen. Bestimmung eines Währungsverhältnisses ist gleich Bestimmung eines „Wertverhältnisses“. Dazu müssen die ins Verhältnis zu setzenden „Werte“ bestimmt werden. Das setzt ein gleiches Verständnis (der Währungsländer) voraus, was mit „Wert“ zu bezeichnen ist. Das herrschende Verständnis von einem Kaufkraftstandard (KKS), der eine von Landeswährungen unabhängige fiktive Geldeinheit sei, die Verzerrungen aufgrund von Unterschieden im Preisniveau verschiedener Länder ausschalte, beantwortet die Frage damit nicht. Denn für den KSK werden Kaufkraftparitäten (KKP) ermittelt und zwar indem sie mit Wechselkursen vergleichbar gemacht werden. Mit Kaufpreisparität ein „Wertverhältnis“ zu bestimmen, geht von dem Verständnis aus, dass der Wechselkurs von Geldbeträgen „Wert“ ausdrückt. Doch ihr Kaufpreis, ihr „Tauschwert“, ist Ergebnis von Angebot und Nachfrage und somit durch den Markt bestimmt und somit wiederum auch das damit bestimmte und davon abhängige Währungsverhältnis. Im Übrigen: die fiktive Geldeinheit ist weder unabhängig noch schalte sie etwas aus; ausgeschalten ist hier die Erkenntnis vom Zusammenhang von „Wert“ und „Tauschwert“. Wird als „Wert“ aber alles das verstanden und bezeichnet, was und womit Leben, das Zusammenleben reproduziert wird, werden kann, dann ist es die „Arbeit“, welche „Wert“ schafft, geschaffen hat, der in Mittel und Bedingungen der Lebensreproduktion vergegenständlicht ist. Urbar gemachter Boden, Energiegewinnungsanlagen, Aufforstungen, Reservationen von Lebensenergie, Infrastruktur sind Beispiele dafür. Sie sind wertvoll für die Sicherung des Zusammenlebens. Sie sind also nicht nur für individuelle Konsumtion „Produziertes“ und nicht als eine für deren Verkauf bestimmte Ware. Deren „Wert“ ist nicht in die Bestimmung des Währungsverhältnisses einzubeziehen, denn das wird bestimmt für Kauf/ Verkauf von Ware.
Charakteristika Währungen:
Verschiedene Geldnamen sind eine historische, vorübergehende Erscheinung. Mangels eines allgemein anerkannten Äquivalent (z.B. Gold) ist der Verkauf/ Kauf von Ware in ein anderes/ aus einem anderen Währungsland mit dem Kauf/ Verkauf einer Währung verbunden, mit der die gekaufte Ware bezahlt werden kann. Das ist nicht erforderlich bei einem „arbeitsteiligen“ Tausch von Ware, wie der historische Warentausch in der „Vor-Geldwirtschaft“ beweist, aber auch die heute noch praktizierten Verrechnungen von Export/ Import beweisen. Exporte/ Importe werden immer mehr von Währungsverhältnissen bestimmt. Dabei verschmelzen immer mehr die „arbeitsteiligen“ Gründe für Export/ Import mit dem, den die globale Ökonomie bestimmenden globalen tendenziellen Fall der Profitrate(n) aufhalten zu wollen (zu müssen). „Arbeitsteilige“ Gründe für Export/ Import wurden und werden diesem Grund immer mehr untergeordnet. Denn der tendenzielle Fall der Profitrate(n) erfordert, immer mehr „Neues“, „Besseres“, immer mehr zu verkaufen und somit also, immer mehr zu exportieren, ohne entsprechend zu importieren. Doch der globale Markt ist nicht unendlich ausdehnbar, intensivierbar. Der Verkauf, der Export stoßen an dessen Grenzen. An dessen Grenzen stößt die Verwertbarkeit produzierten Mehrprodukts, des eingesetzten Produktionskapitals, die um Profit erweiterte Reproduktion des „Kapitals“. Die aus den bisher verkauften Mehrprodukten realisierten Profite (Geldmenge) kann immer weniger als „Kapital“ fungieren. Für diese Geldmenge, ob in eigener oder fremder Währung, gibt es immer weniger sowohl einen solchen Gebrauchswert als auch, damit solche Mittel und Bedingungen zu kaufen, die für das Leben der Geldmengenbesitzer Gebrauchswert haben. Export ohne entsprechenden Import hat die gleiche resultierende Wirkung für das Exportland wie für das diesen Export importierende Land. Zu exportierendes Mehrprodukt erfordert entweder eine höhere Umschlagszahl der im Umlauf befindlichen Geldmenge oder eine größere Geldmenge. Eine größere Geldmenge, ob in eigener oder in fremder Währung, wird entweder durch Auflösung einer entsprechenden gesparten Geldmenge oder durch ihre Emission in den Umlauf gebracht. Doch ganz gleich wie, die Bezahlung des verkauften (exportierten) Mehrprodukts erfolgt so mit einer Geldmenge, welche nicht ein „Wirtschaftskreislauf“ bedingt, welcher nicht durch die Lebensreproduktion bedingt ist. Gleiches ist für das dieses Mehrprodukt importierende Land feststellbar. Das importierte Mehrprodukt kann zwar ein Mittel der Lebensreproduktion des Landes sein, aber es ist nicht durch seinen „Wirtschaftskreislauf“ begründet. Der Verkauf/ der Kauf eines nicht durch den „Wirtschaftskreislauf“ begründeten Produkts (Mehrprodukts) hat zur Folge, dass die dafür benötigte Geldmenge für den Verkäufer Profit ist, für den Käufer dagegen eine darin ausgedrückt Verschuldung. Je weniger also Export/ Import „arbeitsteilig“ begründet ist, Export immer mehr Realisierung von Mehrprodukt (von Profit) ist, umso mehr nehmen zu:
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die Ausdifferenzierungen der Länder in „arme“ und „reiche“,
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die Abhängigkeiten von „Staaten“ gegenüber Gläubiger, welche Wirkungen von Verschuldungen profitabel zeitweilig eindämmen,
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die Auflösungen von „Staatenerscheinungen“
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die Konkurrenzkämpfe um den Verkauf des Mehrprodukts, um Profitrealisierung, aber ebenso
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die Abhängigkeiten der Gläubiger vom Obsiegen im Konkurrenzkampf einerseits und andererseits vom Beherrschen derjenigen, welche sich von ihren Schulden und dem Zwang, sich verschulden zu müssen (zu sollen), befreien wollen.
Die nicht für einen Import eingesetzte (einsetzbare) Geldmenge fremder Währung, deren darin ausgedrückte „Tauschwert“ ist nicht in einem Gebrauchswert dargestellt (darstellbar). Sie hat für den Kauf eines Gebrauchswertes keinen Wert mehr („Wertverlust“). Damit er aber nicht für den Besitzer der fremden Währung verloren geht, muss er diese Geldmenge fremder Währung selbst verkaufen, muss sie, wie für jede andere Ware, einen Gebrauchswert für einen Käufer haben. Sie wird Geldware. Sie wird verkauft/ gekauft als Finanzprodukt oder es wird ihr zeitweiliger Gebrauch verkauft/ gekauft. Ihr Verkauf/ Kauf ist aber nicht Teil des „Wirtschaftskreislaufs“, der durch die Lebensreproduktion bedingt ist. Deshalb ist die Geldmenge für die im Umlauf befindliche Geldware „zu viel im Umlauf“. Mit Geldware werden also alle mit Geldnamen und Geldmengen bezeichnete Produkte (Finanzprodukte ) verstanden und bezeichnet, welche nicht der „Wirtschaftskreislauf“ bedingt, der durch die Lebensreproduktion bedingt ist. Geldware ist also auch nicht durch den „Wirtschaftskreislauf“ begründet, den die Reproduktion des „gesellschaftlichen Gesamtkapitals“ bedingt.